Riedselz. Eine Herrschaft des Deutschen Ordens
Die Herrschaft Riedselz wird als klar umrissene Landesherrschaft erst mit ihrem Übergang an den Deutscher Orden im Jahr 1371 greifbar. Zwar befanden sich Burg und Dorf Riedselz bereits zuvor im Besitz weltlicher Adelsherren, doch ist die frühere Ausgestaltung der Herrschaft nur unzureichend überliefert. Gesichert ist, dass Riedselz bereits vor dem Verkauf einen geschlossenen Herrschaftskomplex mit Burg, Dorf und zugehörigen Rechten bildete. Am Montag nach Mariae Kerzenweihe 1371 verkauften Graf Emich von Leiningen und seine Gemahlin Margaretha von Kyburg Burg und Dorf Riedselz für 1.500 Gulden an den Deutschen Orden. Gegenstand des Verkaufs waren nicht nur Gebäude und Grundbesitz, sondern ausdrücklich sämtliche Herrschaftsrechte, darunter Vogtei, hohe und niedere Gerichtsbarkeit, Bann- und Zwangsrechte, Gewässer, Wälder, Weiden, Fischerei sowie Zinsen und Gülten. Die vollständige Zahlung der Kaufsumme wird in der Urkunde festgehalten; der Orden übernahm Riedselz damit als voll ausgesta...








