Hochmeister Max Franz von Österreich und seine Notensammlung.
Hochmeister Max Franz von Österreich war ein großer Musikliebhaber. Er galt als guter Sänger und spielte mit Begeisterung Bratsche. In seiner Bonner Residenz sammelte er über Jahre Musik. Genauer gesagt, die neuesten Werke: von der Oper, über den Konzertsaal, bis zur Hofkapelle. Ermutigend war hierbei ein offenes Publikum, welches sogar schwierige Werke schätze. Die lange Musiktradition des Bonner Hofes hatte bereits unter Hochmeister-Erzbischof Clemens August von Bayern einen Höhepunkt erfahren, der den seinerzeit berühmten Komponisten Giuseppe Clemente dall' Abaco erst als Cellisten und dann als Hofmusikdirektor angestellt hatte. Da die Noten stets für den Gebrauch bestimmt waren, wurden sie dezentral gelagert, also an den Orten ihres Einsatzes. Dies erleichterte die Lagerung und den Zugriff, da man kein eigenes Depot/Notenarchiv benötigte. Gekaufte Musikstücke wurden für den Bedarf abgeschrieben, dass Original aber unter Verschluss gehalten. Handelte es sich doch bei jedem Erw...







