Audita tremendi - Die Kreuzzugsbulle Papst Gregor VIII.
Nachdem wir von der Schwere des furchtbaren Gerichts gehört haben, das die göttliche Hand über das Land Jerusalem verhängt hat, sind wir und unsere Brüder von so großem Schmerz und Schrecken erfüllt worden, dass wir kaum wissen, was wir tun oder wohin wir uns wenden sollen. Wir können nur mit dem Propheten klagen: ‚O Gott, Heiden sind in dein Erbe eingedrungen; sie haben deinen heiligen Tempel entweiht; Jerusalem haben sie zu einem Trümmerhaufen gemacht.‘ Denn die Stadt, die der Erlöser der Menschheit durch sein eigenes Blut geheiligt hat und die er durch sein Leiden und seine Auferstehung ausgezeichnet hat, ist wegen unserer Sünden den Feinden des christlichen Namens preisgegeben worden. Die heiligen Stätten werden von einem gottlosen Volk entweiht. Wer könnte davon hören, ohne in Tränen auszubrechen? Wer könnte davon sprechen, ohne tiefsten Schmerz zu empfinden? Das Kreuz des Herrn ist in die Hände der Ungläubigen gefallen; Bischöfe wurden getötet, Priester erschlagen, die Brüder des...






