Duisburger Salvatorwallfahrt des Deutschen Ordens
Die Duisburger Salvatorwallfahrt gehörte im Spätmittelalter zu den bedeutenden Wallfahrten am Niederrhein. Ihr Mittelpunkt war eine ursprünglich farbig gefasste Christusfigur aus Eichenholz, die Christus als Erlöser der Welt darstellte. Sie befand sich in der Duisburger Salvatorkirche, deren Patronatsrechte seit 1254 beim Deutschen Orden lagen. Spätestens seit 1466 galt das Christusbildnis als wundertätig. In diesem Zusammenhang entwickelte sich eine Wallfahrt, zu der Gläubige aus Duisburg und der weiteren Umgebung kamen. Alljährlich wurde das Salvatorfest gefeiert. Zu den Feierlichkeiten gehörte eine feierliche Stadtprozession, bei der die Christusfigur durch Duisburg getragen wurde. Mit der Ausbreitung der Reformation geriet diese Form der Christusverehrung zunehmend in Konflikt mit den neuen religiösen Vorstellungen. Seit 1543 setzte sich in Duisburg die Reformation durch. Der Deutsche Orden, der weiterhin die Patronatsrechte an der Salvatorkirche besaß, versuchte dagegen, am kathol...









