Kolonisation und Anwerbung von Rittern fürs Ordensland
Bei der Ostkolonisation denken wir immer an das Anwerben von Bauern durch den Deutschen Orden im Reich, damit diese das schwach besiedelte Preußen bevölkern. Nicht im Blick haben wir aber, dass man sich auch um die Ansiedlung von Rittern und Edlen aus dem Reich bemühte. Besonders ansprechbar waren hierfür vor allem die nachgeborenen Söhne des niederen Adels oder einfacher Ritter. Ohne Erbe, mussten sie sich durchschlagen und hatten einen gesellschaftlichen Abstieg vor sich. Der Deutsche Orden bot ihnen hier nicht nur einen Ausweg, sondern auch die Möglichkeit des Aufstiegs. Da die Ordensritter zumeist selbst kleinen Ministerialenfamilien entstammten, hatten diese die idealen Verbindungen. Der Edle oder Ritter sollte das erbliche Schulzenamt erhalten, wozu er erst nach dem Magdeburger Recht 15 bis 20 Hufen, dann aber nach dem Kulmer Recht 5 bis 10 Hufen Land erhielt. Dieses wurde ihm, nach einem Vertrag mit dem regionalen Komtur zugewiesen, und blieb für ihn und seine Erben frei von Abg...








