Briefkontakte der Ordensbrüder
" Wir gebieten, dass außer denen, die durch ihr Amt Siegel gebrauchen, niemand ohne Erlaubnis des Komturs Briefe absende, noch empfangene lese. Wenn es der Komtur für gut befindet, können die Briefe, die abgesandt werden und ankommen, ihm vorgelesen werden." ( Prima Regula ) Bis ins 20. Jahrhundert hinein unterlag der private Briefkontakt klösterlicher Personen bestimmten Auflagen. So wurden eingehende Briefe erst einmal durch den Oberen durchgesehen. Für gut befunden, wurden sie weitergegeben, sonst aber zensiert oder ganz einbehalten. Ausgehende Briefe mussten offen dem Oberen abgegeben werden. Der sandte sie dann ab oder auch nicht. Was war der Grund? Egal welcher Gemeinschaft man angehörte, sollte ein Weg der Kontemplation eingeschlagen werden. Beunruhigungen wurden als eine gefährliche Störung betrachtet, welche einen Rückschlag im geistlichen Leben nach sich ziehen konnte (Beunruhigungen um das Wohl anderer, Begierlichkeiten, Heimweh...). Auch sollten alle Ordensmitgli...









