Deutschordensritter Cölestin Octavian Kempf von Angret
Cölestin Octavian Freiherr Kempf von Angret war der Sohn des Wilhelm Franz Kempf von Angret und der Maria Eleonora Freiin Rinck von Baldenstein. In Gebweiler 1728 geboren, wurde er dort am 21. Februar des Jahres getauft.
Am 3. Juli 1752 wurde er in die Ballei Elsass-Burgund des Deutschen Ordens aufgenommen, ist für 1760 sein Dienst im französischen Militär überliefert. Im selben Jahr Komtur von Rohr und Waldstetten übernahm er 1763 die Kommende Gebweiler und 1764 schließlich die Kommenden Rixheim, Basel und Mülhausen. In dieser Zeit begann auch seine Korrespondenz mit Johann Viktor von Besenval, der nicht ohne Einfluss am französischen Hof war.
Zwischen 1769 und 1774 setzte er sich in mehreren Verfahren gegen Eingriffe der Gemeinde Fessenheim in Territorial-, Wald- und Nutzungsrechte auf der Rheininsel Neuhaus zur Wehr. Im Jahr 1774 beantragte er außerdem die Genehmigung zur Ausfuhr von Holz aus dem Neuenhauswald. Für das Jahr 1778 war er an einem Zivilprozess vor dem Conseil souverain d'Alsace (Oerster Gerichtshof des Elsass) beteiligt.
Von 1790 bis 1796 Ratsgebietiger der Ballei Elsass-Burgund, war er unmittelbar von den revolutionären Maßnahmen Frankreichs betroffen.
So gibt es über ihn eine eigene Emigrantenakte, die sich mit seiner Eintragung in die Emigrantenliste beziehungsweise mit der Aufhebung der Beschlagnahme seines Vermögens befasst. Damit waren seine Person und sein Besitz Gegenstand eines förmlichen Verfahrens der Revolutionsbehörden.
Cölestin Octavian Freiherr Kempf von Angret verstarb am 12. Januar 1796. Am 16. Oktober 1800 bestätigte sein Universalerbe Jean Népomucène Kempf d'Angret gegenüber Graf von Reinach-Foussemagne den Abschluss der Nachlassverwaltung. Diese Nachricht zeigt, dass ein geordnetes Testament vorlag und die Abwicklung seines Nachlasses noch fast fünf Jahre nach seinem Tod andauerte.





Kommentare
Kommentar veröffentlichen