Versetzungsversuch mit Hindernissen: Zwei Ordensbrüder weigern sich Köln zu verlassen
Im Frühjahr 1450 beschäftigte ein ungewöhnlicher Personalvorgang die Leitung des Deutschen Ordens. Betroffen waren zwei Angehörige der Kölner Kommende St. Katharina: der Ritterbruder Werner Overstolz und der Priesterbruder Heinrich von Hunoff. Beide sollten das Kölner Ordenshaus verlassen. Am 1. April 1450 stellte Hochmeister Ludwig von Erlichshausen in Marienburg dem Koblenzer Komtur Claus von Geilsdorf eine besondere Vollmacht aus. Sie galt für den Fall, dass Overstolz und Hunoff „nicht vom Hause Köln weichen wollten“. Die Formulierung ist vorsichtig. Sie belegt nicht, dass beide Männer bereits einen ausdrücklichen Versetzungsbefehl verweigert hatten. Sie zeigt aber, dass die Ordensleitung mit der Möglichkeit rechnete, dass die geplante Entfernung aus Köln nicht ohne Weiteres durchgeführt werden konnte. Geilsdorf erhielt deshalb vorsorglich eine entsprechende Vollmacht. Werner Overstolz war zu diesem Zeitpunkt bereits seit sieben Jahren Mitglied des Deutschen Ordens. Er stammte aus e...









