Biographie zum Bild: Johann Jakob von Thun


Johann Jakob Graf von Thun wurde am 9. Februar 1640 auf Schloss Tajo im Nonstal als Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates und Kämmerers Johann Arbogast Graf von Thun und seiner Gemahlin Anna Helene Doralice Freiin von Arco geboren. Er entstammte der Linie Castel Thun–Caldes des alten Tiroler Grafengeschlechts von Thun und war mit den späteren Salzburger Erzbischöfen Guidobald sowie Johann Ernst Graf von Thun eng verwandt.

Am 17. April 1657 trat Johann Jakob in die Ballei an der Etsch und im Gebirge des Deutschen Ordens ein. Anschließend diente er in der kaiserlichen Armee und nahm an den Feldzügen gegen das Osmanische Reich in Ungarn teil.

Nach dem Tod des Landkomturs Georg Niklas Vintler von Platsch und Runkelstein übernahm Johann Jakob zunächst die Leitung der Ballei als Statthalter. Am 12. April 1662 zum Landkomtur der Ballei gewählt, erhielt er am 31. Mai 1662 die landesfürstliche Bestätigung durch Erzherzog Leopold Wilhelm.

Während seiner Amtszeit widmete sich Johann Jakob Graf von Thun der Verwaltung und Festigung des Ordensbesitzes. In seine Amtszeit fiel der Verkauf der Kommende Trient. Dadurch konzentrierte sich der Besitz der Ballei künftig auf Deutschtirol, und ihre Verwaltung wurde neu geordnet.


Neben seinen Aufgaben im Deutschen Orden war er Geheimer Rat und Obersthofmarschall des Erzbischofs von Salzburg sowie kaiserlicher Kämmerer.

Ein besonderes Anliegen war ihm die Förderung des kirchlichen Lebens. 1689 und 1690 ließ er beim Deutschordensgutshof in Siebeneich die St.-Antonius-Kirche errichten. Darüber hinaus veranlasste oder förderte er den Bau beziehungsweise die Erneuerung der Kirchen von Klobenstein und Mareit. Seine ausgeprägte Verehrung des heiligen Antonius von Padua fand in diesen Bauwerken einen bleibenden Ausdruck.

Johann Jakob Graf von Thun starb am 2. September 1701 in der Kommende Schlanders und wurde in der Deutschordenskirche in Bozen beigesetzt.

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