Deutschordensritter Johann Caspar von Hillesheim zu Ahrenthal
Das Bild zeigt die Grabplatte des Deutschordensritters Johann Caspar von Hillesheim zu Ahrenthal. Er wurde Ende Juni 1679 als Sohn des Franz Dietrich Freiherrn von Hillesheim (1641–1681), pfalz-neuburgischen Rates und Obersthofmeisters, und seiner zweiten Ehefrau Anna Maria Ursula von Cortenbach geboren. Er entstammte einem alten rheinischen Adelsgeschlecht des Niederrheins. Von den sieben Kindern des Ehepaares erreichten nur zwei das Erwachsenenalter: sein älterer Bruder Franz Wilhelm Caspar von Hillesheim (1673–1748), der später kurpfälzischer Staatsminister und Reichsgraf wurde, und Johann Caspar selbst.
Er schlug zunächst eine militärische Laufbahn ein und stand als Oberst-Wachtmeister im Regiment zu Fuß von Sachsen-Meiningen in kaiserlichen Diensten.
Im Jahr 1708 bewarb sich Johann Caspar um die Aufnahme in den Deutschen Orden. Am 11. April 1708 wurden in Neuenbiesen seine adeligen Bürgen bestellt: Karl Lothar Schenk von Schmidtburg, Friedrich Bernhard Graf von Goldstein, Karl Laurenz Freiherr von Spies zu Büllesheim und Philipp Anton Freiherr von Burtscheid. Am 18. Januar 1709 wurde er in Mergentheim als Ritterbruder in die Ballei Aldenbiesen des Deutschen Ordens aufgenommen.
1721 erhielt Johann Caspar mit Ramersdorf seine erste Kommende. Zunächst als Statthalter, anschließend als Komtur leitete er das Haus bis 1729. Anschließend wurde er als Komtur nach Gruitrode versetzt, wo er bis 1734 amtierte und dann von 1734 bis 1736 die Kommende Bekkevoort übernahm.
1736 folgte die Ernennung zum Komtur der Kommende Jungenbiesen in Köln.
1744 wurde er auf die Kommende Siersdorf versetzt, die zu den wirtschaftlich stärksten Häusern der Ballei Altenbiesen gehörte.
Am 14. August 1757 verfasste Johann Caspar sein Testament und setzte den jüngsten Sohn seines Bruders Franz Wilhelm Caspar zu seinem Erben ein. Damit blieb sein privates Vermögen innerhalb der Familie von Hillesheim.
Johann Caspar Freiherr von Hillesheim verstarb am 12. Februar 1761 in der Kommende Siersdorf. Er wurde in der Pfarrkirche von Siersdorf beigesetzt.
Leden van de Duitse Orde in de balije Biesen, Bilzen 1994





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