Biographie zum Bild. - Adolf Schutzbar


Adolf Schutzbar genannt Milchling entstammte dem hessischen Niederadel. Er gehörte der Familie Schutzbar genannt Milchling an, die in der Frühen Neuzeit mehrere Angehörige in geistlichen und weltlichen Ämtern stellte. Adolf trat in den Deutschen Orden ein und bekleidete dort das Amt eines Komturs. Von 1538 bis zu seinem Tod im Jahr 1547 war er als Komtur der Kommende Griefstedt in Thüringen nachweisbar.

Adolf war der Bruder von Wolfgang Schutzbar genannt Milchling (1483–1566), der ab 1543 Hochmeister des Deutschen Ordens wurde, sowie von Caspar Schutzbar genannt Milchling († 1542), der als hessischer Amtmann tätig war. Durch diese familiären Verbindungen stand Adolf in einem weitreichenden Netzwerk von geistlichen und administrativen Amtsträgern des 16. Jahrhunderts.

Nach seinem Tod im Jahr 1547 wurde Adolf Schutzbar genannt Milchling in Leipzig bestattet. Sein Grabmal, das ihn in voller Rüstung und umgeben von vier Familienwappen zeigt, entstand wohl im Todesjahr 1547. Es befand sich ursprünglich in der evangelischen Universitätskirche von Leipzig, obschon Adolf katholisch war. Bemerkenswert ist, dass sich weder familiäre noch institutionelle Beziehungen zu Leipzig oder zur Universität nachweisen lassen. Heute wird der Grabstein im Neuen Augusteum in Leipzig aufbewahrt.

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