Amtsschild des Anselm Joseph von Fugger zu Kirchberg und Weissenhorn


Der Amtsschild des Anselm Joseph Fortunatus Franz de Paula Petrus de Alcantara Anton Franz Xaver Johann Nepomuk Adam Maria Graf Fugger zu Kirchberg und Weissenhorn stammt aus der Zeit von 1778/85. Die Aufschrift lautet:

ANSELM JOSEPH FUGGER / Graf von und zu / Kirchberg u(nd) Weissen/horn, Teutsch Ord(ens) Ritt(er) / Haiisscommenthur und / Oberambtmann zu Merg/entheim, von Anno 1778 bis 1785.


Anselm Joseph wurde am 1. Juni 1733 als Sohn des Grafen Adam Anton Franz Joseph Bonaventura Fugger zu Kirchberg und Weißenhorn und der Maria Barbara Isabella Antonia Freiin von Schönberg geboren. Er entstammte der gräflichen Linie Fugger von Kirchberg und Weißenhorn, einem Zweig der weitverzweigten Augsburger Familie Fugger.

Fugger diente zunächst als kaiserlicher Offizier und war gleichzeitig württembergischer Kammerherr.
Im Jahr 1764 trat er in die Ballei Franken des Deutschen Ordens ein. Mit seinem Eintritt wechselte er in den Dienst des Ordens über. So bekleidete er von 1778 bis 1785 das Amt des Hauskomturs und Oberamtmanns zu Mergentheim und wurde später zudem Ratsgebietiger der Ballei Franken. 


Aus seinem Aufenthalt im Raum Mergentheim stammt zugleich einer der seltenen Einblicke in sein persönliches Umfeld. In der Gedicht- und Rechnungssammlung des Schuhmachers Johann Martin Heck aus Edelfingen wird Anselm Joseph mehrfach mit seinem vollständigen Namen genannt. Heck stellte dem Grafen in gereimter Form Rechnungen über Schuhmacherarbeiten aus. Aus diesen Versen geht hervor, dass Anselm Joseph mindestens zwei namentlich bekannte Bedienstete beschäftigte, Franz und Ignatz, für die der Schuhmacher Schuhe und Stiefel anfertigte. Die Kosten sollten vom Grafen übernommen werden.

Im Jahr 1785 wurde Anselm Joseph zum Komtur des Deutschordenshauses Horneck ernannt, womit zugleich das dortige Oberamt verbunden war.
Anselm Joseph Graf Fugger von Kirchberg und Weißenhorn verstarb am 16. Januar


Leitner, Friedrich Wilhelm. „Aufschwör-, Amts- und Totenschilde in der Deutschordenskirche zu Friesach in Kärnten“. In: Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums für Kärnten, Jg. 2005

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