Aufschwörschild des Johann Wilhelm von Metzenhausen


Johann Wilhelm von Metzenhausen entstammte dem rheinisch-hunsrückischen Adelsgeschlecht. Er war Sohn der Sohn des Amtmanns Peter von Metzenhausen und dessen Ehefrau Margarethe von der Horst. Damit gehörte er zu einer Familie, die in enger Verbindung mit dem Deutschen Orden stand, wie auch sein Bruder Johann Heinrich (1638–1718), der später Landkomtur der Ballei Lothringen wurde.

Im Jahr 1668 trat Johann Wilhelm in den Deutschen Orden ein. Der Nachweis hierfür ist durch sein Aufschwörschild in der Deutschordenskirche zu Friesach gesichert. Im selben Jahr wurde er in die Ballei Koblenz eingegliedert.

Die Überlieferung schreibt ihm eine militärische Rolle im Venezianisch-Osmanischen Krieg (1645–1669) zu. Als Vizeoberst führte er ein Kontingent von rund 200 Soldaten, die sich am Entsatz der venezianischen Festung Candia (Kreta) beteiligten. Auch wenn seine konkrete Beteiligung im Detail nicht durch Ordensakten belegt ist, fügt sich diese Nachricht zeitlich plausibel in die Schlussphase der jahrzehntelangen Belagerung ein, die 1669 endete.

Zunächst ohne festes Amt im Orden versehen, wurde Johann Wilhelm 1679 zum Komtur der Kommende Koblenz ernannt. Diese Ernennung war insofern bemerkenswert, als Koblenz traditionell den Rang einer Landkommende besaß, auch wenn der Landkomtur dort nicht mehr ständig residierte. Johann Wilhelm übte dieses Amt fast zwei Jahrzehnte lang aus.

Ab 1686 war er zudem Ratsgebietiger der Ballei Koblenz. Seine Stellung als ältester Balleikapitular 1697 unterstreicht die zentrale Rolle, die er innerhalb der Koblenzer Ballei einnahm. Johann Wilhelm von Metzenhausen verstarb am 7. März 1700 in Koblenz.

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