Deutschordensritter Johann Franz von Sandizell
Johann (Hans) Franz Freiherr von und zu Sandizell, Senior zu Malzhausen sowie Herr zu Schernegg und Röhlingen, war ein Sohn des Ordolph von Sandizell auf Malzhausen und dessen Ehefrau Maria Anna von Neuhausen zu Vollmaringen.
Am 12. Mai 1655 wurde Sandizell für das Amt des Baumeisters in Ellingen vorgesehen, das er nach seiner Investitur übernehmen sollte. Am 25. Juni 1656 erfolgte seine Investitur in Ellingen, womit er der Ballei Franken des Deutschen Ordens angehörte. Im selben Jahr wurde er in Ellingen zum Ritter geschlagen.
Am 15. Januar 1659 amtierte Sandizell als Hauskomtur zu Ellingen. In dieser Eigenschaft unterzeichnete er gemeinsam mit dem fränkischen Landkomtur Johann Wolf Lösch und dem Deutschordenspriester Johannes Jacobi eine Verfügung, durch die die Abgaben zweier Untertanen aus Stopfenheim dem Armenhaus in Ellingen überlassen wurden. Am 10. August desselben Jahres führte er die Amtsbezeichnungen Hauskomtur zu Nürnberg und Tressler zu Ellingen. In dieser Funktion war er an einem Finanzgeschäft über 1.000 Reichstaler beziehungsweise 1.200 fränkische Gulden beteiligt, bei dem auch der Stadtvogt Johann Michael Wolff genannt wurde. Die betreffende Urkunde trägt Sandizells Papiersiegel.
Am 22. September 1660 wurde Sandizell zum Hauskomtur von Winnenden bestimmt. Zugleich war für ihn ein militärischer Einsatz als Kavalleriebefehlshaber in Ungarn während des Türkenkrieges vorgesehen.
Von 1664 bis 1669 bekleidete Sandizell das Amt des Hauskomturs zu Freudenthal. Im Jahr 1671 übernahm er die Kommende Virnsberg, die er bis 1681 leitete. Zusätzlich wurde er 1672 Komtur in Rothenburg ob der Tauber. In seine dortige Amtszeit fiel der Verkauf der Rothenburger Deutschordenskommende an die Reichsstadt Rothenburg. Im Jahr 1679 wurde Sandizell außerdem als Ratsgebietiger des Deutschen Ordens geführt.
Am 18. Juli 1681 wurde er zum Komtur von Oettingen und Donauwörth bestimmt. Seine Ernennungsinstruktion sah vor, dass er seinen ständigen Wohnsitz in Oettingen nehmen und die Kommende Donauwörth regelmäßig visitieren sollte. Ab 1682 führte er beide Kommenden. Seine Amtszeit in Oettingen dauerte bis 1690; als Komtur von Donauwörth ist er insbesondere für die Zeit vom 8. November 1686 bis zum 1. März 1689 nachgewiesen.
Am 22. November 1690 wurde Johann Franz Freiherr von und zu Sandizell zum Komtur von Speyer bestellt. Er starb am 17. April 1698.




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