Biographie zum Bild: Christian Friedrich von Brand
Christian Friedrich von Brand wurde am 30. August 1687 in Brüssau in der Neumark als Angehöriger des märkischen Adelsgeschlechts von Brand geboren. Er war der Sohn des Georg von Brand und dessen Ehefrau Sophia Elisabeth von Bornstedt und wuchs mit vier Geschwistern auf.
Er trat zunächst in königlich-schwedische Militärdienste ein und wechselte später in die Armee der Landgrafen von Hessen-Kassel. Spätestens 1727 wurde er Obrist und Inhaber des Garde-Grenadier-Regiments. Dort stieg er zunächst zum Generalmajor und später zum Generalleutnant der Grenadiere auf.
Der reformierten Konfession angehörend, trat er 1730 in die Ballei Hessen des Deutschen Ordens ein. Von 1733 bis 1740 war er Komtur zu Flörsheim. 1741 wurde er zum Komtur von Schiffenberg ernannt. 1744 erfolgte seine Ernennung zum Koadjutor des Landkomturs der Ballei Hessen.
Während des Österreichischen Erbfolgekrieges gehörte Christian Friedrich von Brand zur militärischen Führung der hessen-kasselschen Truppen. Im Jahr 1744 wurde der Erbprinz Friedrich mit dem Oberbefehl über die hessischen Streitkräfte betraut und erhielt die ausdrückliche Weisung, sich bei seinen Entscheidungen des Rates der Generale von Brand, von Mansbach und von Dalwigk zu bedienen. Im September desselben Jahres vereinigten sich die hessischen Truppen bei Nördlingen mit der Armee des kaiserlichen Feldmarschalls Friedrich Heinrich von Seckendorff.
Anfang 1745 wurde der Erbprinz vom Oberbefehl abberufen. Christian Friedrich von Brand übernahm daraufhin zeitweise die Führung des hessen-kasselschen Truppenkorps in Bayern und erhielt hierzu unmittelbare Weisungen des Statthalters Wilhelm von Hessen-Kassel. Im weiteren Verlauf des Feldzuges führte er die hessischen Truppen entsprechend den wechselnden militärischen Anordnungen weiter.
Im Jahr 1746 führte ihn sein militärischer Dienst nach Großbritannien. Als Generalleutnant nahm er mit den hessen-kasselschen Hilfstruppen am Feldzug gegen den Jakobitenaufstand in Schottland teil. Nach dem Ende der Kampfhandlungen befand er sich auf dem Rückmarsch nach Südengland und verstarb am 6. Juni 1746 in Doncaster (in älteren Quellen auch Duncastle) in Yorkshire, England.
Mit der Kammerfrau Jaines Ernst hatte Christian Friedrich von Brand den unehelichen Sohn Johann Christoph Ernst, der am 24. April 1738 in Landwehrhagen geboren wurde.




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