Aufschwörschild des Franz Rudolf von Haunsperg
Franz Rudolf von Haunsperg entstammte einem salzburgischen Adelsgeschlecht. Er war ein Sohn des Wolf Sigmund von Haunsperg zu Vachenlueg und Neufahrn und dessen Gemahlin Elisabeth von Closen. Sein Bruder war Johann Jakob von Haunsperg. 1628 studierte Franz Rudolf an der Universität Ingolstadt beide Rechte, das weltliche und das kanonische Recht.
1635 schlossen Franz Rudolf und sein Bruder Johann Jakob einen Vertrag über die endgültige Teilung der ererbten Güter Vachenlueg und Neufahrn. Am 19. Januar 1636 wurden beide Brüder in den Frei- und Panierherrenstand des Heiligen Römischen Reiches und der Erblande erhoben. Franz Rudolf führte fortan den Titel Freiherr von Haunsperg.
Im Jahr 1637 veräußerte er den Besitz Kahlsperg an Katharina von Lodron. Am 30. Dezember desselben Jahres wurde er in den Deutschen Orden aufgenommen. Bereits 1638 bewarb er sich beim Hochmeister um die Kommende Donauwörth und wurde dort noch im selben Jahr zum Hauskomtur bestellt.
Für 1642 ist Franz Rudolf zunächst als Hauskomtur zu Horneck belegt. Im selben Jahr übernahm er das Amt des Hauskomturs in Ulm, das er bis Anfang 1655 ausübte. Am 22. Juni 1651 wurde ihm zusätzlich die Kommende Donauwörth übertragen; seinen Wohnsitz behielt er jedoch in Ulm.
Für 1642 ist Franz Rudolf zunächst als Hauskomtur zu Horneck belegt. Im selben Jahr übernahm er das Amt des Hauskomturs in Ulm, das er bis Anfang 1655 ausübte. Am 22. Juni 1651 wurde ihm zusätzlich die Kommende Donauwörth übertragen; seinen Wohnsitz behielt er jedoch in Ulm.
Während seiner Ulmer Amtszeit trat Franz Rudolf auch in den konfessionellen Auseinandersetzungen der Reichsstadt hervor. Am 15. Oktober 1653 erhob er gemeinsam mit dem Stift zu den Wengen und weiteren Ulmer Katholiken Protest gegen Einschränkungen der katholischen Religionsausübung. Dabei beriefen sich die Beteiligten auf reichsrechtliche und kaiserliche Schutzbestimmungen. Unmittelbar zuvor, am 7. Oktober 1653, hatte Kaiser Ferdinand III. einen Schutz- und Privilegienbrief für die katholischen Einwohner Ulms ausgestellt, der insbesondere deren freie Religionsausübung sichern sollte. Der von Franz Rudolf und den übrigen Beteiligten eingebrachte Protest fand jedoch keine Annahme.
Aus dieser Zeit sind zudem mehrere Rechtsgeschäfte überliefert. In seiner Eigenschaft als Deutschordensritter und Komtur beziehungsweise Hauskomtur nahm Franz Rudolf Belehnungen vor. So belehnte er Leonhardt Ruelandt mit einer Erbsölde zu Temmenhausen beziehungsweise Thümmernhausen. Als Komtur zu Donauwörth und Hauskomtur zu Ulm verlieh er außerdem Hans Strobel von Sontheim auf Lebenszeit ein Gut.
Nach dem Ende seiner ersten Ulmer Amtszeit war Franz Rudolf von 1655 bis 1656 Komtur zu Münnerstadt. 1662 ist er als Komtur von Regensburg und Gangkofen belegt. Von 1662 bis 1669 stand er der Kommende Oettingen vor; 1663 wird er zudem als Ratsgebietiger genannt.
Ab 1665 verwaltete Franz Rudolf neben Oettingen erneut die Kommende Donauwörth. 1670 erscheint er als Komtur von Donauwörth und Blumenthal. Im folgenden Jahr übernahm er erneut das Amt des Hauskomturs in Ulm und verlegte seinen Wohnsitz wieder dorthin. Von Ulm aus verwaltete er zugleich die Kommende Donauwörth.
Franz Rudolf Freiherr von Haunsperg starb am 27. Februar 1682.




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