Biographie zum Bild: Fridolin von Schönau zu Oeschgen
Nikolaus Franz Karl Fridolin Freiherr von und zu Schönau, Herr zu Oeschgen und Wegenstetten, wurde am 1. Juli 1728 getauft und war ein Sohn des Johann Franz Freiherr von und zu Schönau und der Maria Katharina Freiin von und zu Schönau zu Zell.
Nach dem Tod seines Vaters, nach 1741, fiel die Herrschaft an Fridolin, den letzten männlichen Spross der Linie Schönau-Oeschgen. Am 18. Juni 1753 in die Ballei Elsass-Burgund des Deutschen Ordens investiert, wurde er 1755 in einem Verfahren um ein Lehen seiner Familie ausdrücklich als Deutschordensritter bezeichnet.
Für das Jahr 1760 ist er als kaiserlich-königlicher Hauptmann im Dragonerregiment „Sachsen-Gotha“ belegt, das während des Siebenjährigen Krieges im Einsatz stand. Für 1760 sind unter anderem Einsätze des Regiments bei Töpliwoda, Landeshut und Liegnitz überliefert, nicht jedoch seine persönliche Teilnahme.
Von 1766 bis mindestens 1780 war Schönau Komtur zu Rohr und Waldstetten. 1783 wechselte er auf die Kommende Rufach und Gebweiler, bevor er 1784 die Leitung der Kommende Mainau übernahm. Nachdem er 1787/88 die Herrschaft Wegenstetten verpachtet, war Schönau ab 1791 erneut Komtur zu Rufach und führte seit spätestens 1775 den Titel eines kaiserlich-königlichen Kämmerers.
Fridolin von Schönau zu Oeschgen verstarb am 21. Januar 1799 in Lindau am Bodensee.
• Ebner, Walter; Hartmann, Helmut: Barocke Kalenderblätter der Deutschordensballei Elsaß und Burgund im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, Bd. 108, 1990, S. 213–228.
• Nedopil, Leopold: Deutsche Adelsproben aus dem Deutschen Ordens-Central-Archive. Wien: Wilhelm Braumüller, 1868
• Generallandesarchiv Karlsruhe, Bestände zur Herrschaft Schönau-Oeschgen, insbesondere:
GLAK 72 Nr. 7911 (Verfahren um ein Lehen der Familie, 1755),
GLAK 97 Nr. 871 (Verpachtung der Herrschaft Wegenstetten, 1787/1788).





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