Deutschordensritter Eberhard von Virneburg


Eberhard von Virneburg war ein Sohn des Grafen Heinrich von Virneburg (1238–1290) und dessen Ehefrau Ponzetta von Oberstein (1253–1311). Einem rheinischen Adelsgeschlecht entstammend, hatte er zwei ältere Brüder (Graf Ruprecht und Erzbischof Heinrich II. von Köln), einen jüngeren Bruder und mindestens drei jüngere Schwestern. Einer seiner Neffen wurde zudem Erzbischof von Mainz. Er muss nach 1244 geboren worden sein, da für seinen älteren Bruder Heinrich die Jahre 1244 oder 1246 genannt werden. 

Der Zeitpunkt seines Eintritts in den Deutschen Orden ist nicht überliefert, doch erscheint er um 1297 im Umfeld des preußischen Landmeisters Meinhard von Querfurt. Von 1298 bis 1304 Komtur von Marienburg, amtierte er von 1304 bis 1309 als Komtur von Königsberg. Für das Jahr 1305 werden ein Zug in das Gebiet Pograuden sowie eine Unternehmung erwähnt, bei der die Burg Aukaimis eingenommen wurde. Im Jahr 1306 nahm er an einem Angriff auf Grodno teil, der ohne Einnahme der Burg endete.


Im Jahr 1309 wurde Eberhard Oberster Spittler und damit Großgebietiger des Deutschen Ordens. Bis etwa 1310 ist Eberhard in diesem Amt nachweisbar. Eine Quelle nennt ihn am 21. Januar 1315 im Zusammenhang mit Königsberg. Kurz darauf hat er Preußen wohl verlassen. 

Zwischen 1318 und 1321 wird Eberhard als Landkomtur der Ballei Westfalen genannt, dann finden wir ihn von 1322 bis 1327 als Komtur der Kommende Rheinberg und ihm Jahr 1328 seine Nennung als Komtur in Ramersdorf.

Am 8. Dezember 1339 verkündete Eberhard in einem Rechtsstreit zwischen der Kommende Ramersdorf und dem Dechanten des Kölner Stifts St. Georg das Urteil, was seine letzte urkundliche Nennung ist.

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