Der Sarg des Hochmeisters Max Franz von Österreich.


Maximilian Franz von Österreich wurde am 8. Dezember 1756 in Wien als jüngster Sohn Maria Theresias geboren. Seit 1780 Hochmeister des Deutschen Ordens, wurde er 1784 zudem Kurfürst-Erzbischof von Köln und Fürstbischof von Münster. In diesen Funktionen wirkte er als aufgeklärter Reformer und Förderer von Kunst und Musik – unter anderem unterstützte er den jungen Ludwig van Beethoven.

Nach der Besetzung seiner Territorien durch französische Truppen 1794 lebte er im Exil in Wien, wo er am 27. Juli 1801 starb. Wegen der fortgeschrittenen Verwesung wurde sein Holzsarg in der Nacht auf den 1. August in eine Nische eingemauert, die zuvor den Sarkophag der Gräfin Fuchs beherbergt hatte. Später erfolgte die Umbettung in einen Zinnsarg, der heute in der Kapuzinergruft ruht.

Die Inschrift des Sarkophags lautet:

HIC SITUS EST MAXIMILIANUS. FRANCISCUS ARCHIEP. ET. ELECT. COLONIENSIS EPISC. ET PRINC. MONASTERIENSIS ARCH. AUST. ORD. TEUT. M. MAG. GRAVI. AUGUSTAE. FAMILIAE. ET. BONORUM. OMNIUM. LUCTU DEFUNCTUS. MDCCCI.

(Hier ruht Maximilian Franz, Erzbischof und Kurfürst von Köln, Fürstbischof von Münster, Erzherzog von Österreich, Großmeister des Deutschritterordens, zum großen Leid der durchlauchtigsten Familie und aller Guten gestorben 1801).

P. Damian Hungs OT

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