Aufschwörschild des Johann Wolfgang von Partenheim
Johann Wolfgang von Partenheim entstammte dem rheinischen Niederadelsgeschlecht derer von Partenheim, das seit dem Spätmittelalter im Gebiet des heutigen Landkreises Alzey-Worms ansässig war. Er wurde am 28. Oktober 1598 geboren und war der Sohn des Philipp von Partenheim, der 1603 verstarb, und dessen dritter Ehefrau Maria Jacobe von Leyen.
Am 12. Januar 1627 wurde Johann Wolfgang von Partenheim im Deutschen Orden eingekleidet. Sein Aufschwörschild beinhaltet die Umschrift: „Anno 1627 den 12. Tag January ist der Wohl Edel und Gestreng Herr Johann Wolffgang von Partenheim in den ritterlichen teutschen Orden eingekleidt worden.“
Für 1643 findet sich eine Erwähnung als Vizestatthalter sowie als Komtur der Kommenden Virnsberg und Rothenburg.
Die wenigen erhaltenen Hinweise lassen darüber hinaus erkennen, dass Johann Wolfgang auch in Konflikt- und Verwaltungsangelegenheiten aktiv war. Ein Mandat des Jahres 1637 bezieht sich auf eine rechtliche Auseinandersetzung, in der sowohl er als auch ein weiterer Angehöriger der Familie Partenheim genannt werden. Dies deutet auf die Einbindung seiner Person in regionale Besitz- und Herrschaftsfragen hin, die für Ordensritter mit familiärem Grundbesitz nicht untypisch waren.
Über die letzten Lebensjahre Johann Wolfgangs von Partenheim schweigen die Quellen. Ebenso bleibt sein Todesjahr unbekannt. Dass er jedoch ab dem 2. April 1648 noch als Komtur und Vizestatthalter geführt wird, belegt seine Tätigkeit bis in die Endphase des Dreißigjährigen Krieges.
Leitner, Friedrich Wilhelm. „Aufschwör-, Amts- und Totenschilde in der Deutschordenskirche zu Friesach in Kärnten“. In: Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums für Kärnten, Jg. 2005




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