Aufschwörschild des Egolf Ernst von Lützelburg


Die Inschrift auf dem Aufschwörschild des Egolf Ernst von Lützelburg lautet: A(n)n° 1656 . den 13 . Juni ist der wohledelgebor(ne) her(r) Egolff Ernst von Lützelburg in den Ritterlichen) T(eutschen) O(rden) aufgenomen worden.

Egolf Ernst von Lützelburg entstammte einem alten lothringisch-elsässischen Adelsgeschlecht und wurde am 3. Juni 1656 in die Ballei Franken des Deutschen Ordens aufgenommen. Zunächst als Baumeister in Ellingen belegt, erfolgte am 6. Juli 1657 seine Versetzung nach Freudenthal, wo er das Amt jedoch erst im Jahr 1658 antrat und es bis 1660 ausübte.

Am 12. Dezember 1660 übernahm er das Amt des Hauskomturs in Mergentheim, der Residenz des Hoch- und Deutschmeisters und somit des Verwaltungszentrums des Ordens. Dieses Amt bekleidete er nachweislich bis 1663. 

Nach seiner Amtszeit in Mergentheim soll er an einem Feldzug gegen die Türken teilgenommen haben, auf dem er im Jahr 1664 gefallen sein soll.


Leitner, Friedrich Wilhelm. „Aufschwör-, Amts- und Totenschilde in der Deutschordenskirche zu Friesach in Kärnten“. In: Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums für Kärnten, Jg. 2005

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