Kommendenkirche St. Katharina in Köln.


Eine Rekonstruktion der Kommendenkirche St. Katharina in Köln ist nicht ganz einfach, doch gibt verschiedene Beschreibungen und Darstellungen.

Um die Wende zum 15. Jahrhundert noch einmal erweitert, handelte es sich um eine dreischiffige Kirche, wobei die beiden Seitenschiffe sehr niedrig waren. Das Hauptschiff hatte eine Höhe von ca. 26 Metern, wobei der Chorraum etwas höher war.


Hatte die Hauptkirche eine Breite von 12 Metern und eine Länge von 17 Metern, maß der Chorraum 6,5 Meter in der Breite und 9 Meter in der Tiefe. Das Mittelschiff war mit je drei Säulen von den Seitenschiffen getrennt und wurde von vier Jochen überspannt, wie auch die Seitenschiffe. Zwei Joche überspannten den Chorraum.


Der Chorraum mündete in drei gotische Fenster, das Hauptschiff hatte an beiden Seiten je vier gotische Fenster. Ein weiteres gotische Fenster befand sich an der Westseite, unter dem sich das Tor von 2,40 Meter befand und dessen spätromanischer Torbogen auf zwei Säulen ruhte. Über dem zweiten Joch befand sich ein Dachreiter.

Im Chor befand sich der Hauptaltar, welcher der heiligen Katharina geweiht war. An den Ostseiten der Seitenschiffe befanden sich ein Johannesaltar und ein Barbaraaltar. Von den Altären der Seitenkapelle ist nichts bekannt, über dem Hauptaltar befand sich ein von Stefan Lochner gefertigtes Triptychon. Es zeigte die 'Darstellung des Herrn', woran die Reliquie des heiligen Simeon befestigt war. Wo hingegen das Silberreliquiar mit dem Finger der heiligen Katharina aufbewahrt wurde, ist unbekannt. Leider sind beide Reliquien verschollen.

Da die Kirche keine Sakristei besaß, muss es in ihr Truhen gegeben haben, in denen die Messutensilien aufbewahrt wurden.

Tatsächlich könnte sich dem Besucher eines der folgenden Bilder beim Besuch geboten haben. Wobei zweiteres, bei der Darstellungs- und Farbenfreude des Mittelalters nicht unwahrscheinlich ist. Die Dunkelheit ist nicht unwahrscheinlich, da die enge Benachbarung des Kommendengebäudes und von St. Johann Baptist wohl wenig Licht in den Kirchenraum gelassen haben. 


P. Damian Hungs OT

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