Die Schuhe der Ordensbrüder.
"Die Schuhe sollen ohne Schnüre, Schnallen und Schnäbel sein. Wer für Kleidung und Schuhe zu sorgen hat, passe sie den Brüdern genau und gewissenhaft an, dass sie nicht zu lang oder zu kurz, zu eng oder zu weit sind, sondern das jeder sie selbst ohne Schwierigkeit an- und ausziehen kann." (Prima Regula)
Die Hälfte unseres Lebens verbringen wir in unseren Schuhen. Entsprechend sollten wir auch einen gewissen Wert auf sie legen. Die "Prima Regula" des Deutschen Ordens tat es.
Die schlichte und einfache Form war der "Schlupfschuh". Bindschuhe galten als modischer Luxus. Ebenso Schnäbel und Schnallen, die keinen Nutzen, jedoch ein Hingucker für reiche Leute waren.
Der Schlüpfschuh war von seiner Art einem heutigen Slipper ähnlich. Von weichem Leder, kannte man keinen linken oder rechten Fuß. Man konnte jeden von ihnen an beiden Füßen tragen. Die Sohlen waren zwar von festerem Leder, aber nicht unseren heutigen vergleichbar. Entsprechend schnell waren sie durchgelaufen. Verhältnismäßig grob genäht, kannten sie auch kein Innenfutter oder gar ein Fußbett.
Wie wichtig eine gute Passung war, konnte man bei den Stiefeln sehen. Ohne Schnürung, also eigentlich auch ein Schlüpfschuh, war es eine Röhre bis zum Knie. Vom Schnitt her waren sie unseren heutigen Gummistiefeln nicht unähnlich, durch ihre Materialbeschaffenheit aber eher einem ausgeleierten Kniestrumpf. Nicht wirklich passend, konnte das An- und Ausziehen sehr schwierig werden.
Die Bilder zeigen einen Fund aus Magdeburg.




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