Der Deutschordensritter Adam von Wolkenstein und sein Aufschwörschild.


Der Aufschwörschild des Deutschordensritters Adam zu Wolkenstein und Trostburg befindet sich in der Ordenskirche zu Friesach und erinnert an dessen Aufnahme in den Deutschen Orden am 23. April 1607.

Er wurde 1583 als Sohn des Tiroler Freiherrn Melchior Hannibal von Wolkenstein und Trostburg (1517–1596) und dessen zweiter Ehefrau Eleonore Truchsessin von Waldburg geboren. Er entstammte der Trostburger Linie des alten Tiroler Adelsgeschlechts der Freiherren von Wolkenstein, deren Stammsitz die Trostburg in Südtirol war. Zu seinen Geschwistern gehörten unter anderem Hippolytus von Wolkenstein, der als Domherr wirkte, sowie Katharina von Wolkenstein, die später Äbtissin des Klarissenklosters in Brixen wurde.

Nach Abschluss seiner Studien kam Adam im Jahr 1606 gemeinsam mit dem Tiroler Statthalter Marquard Freiherrn von Egg und Hungerspach nach Mergentheim an den Hof des Deutsch- und Hochmeisters Erzherzog Maximilian III. von Österreich. Nachdem ein für ihn vorgesehener Wechsel an das Reichskammergericht in Speyer nicht zustande gekommen war und er die vorgeschriebene Probezeit durchlaufen hatte, wurde er am 23. April 1607 in den Deutschen Orden aufgenommen.

In den folgenden Jahren leistete er von 1607 bis 1609 Kriegsdienst auf Malta und auf den Galeeren des Großherzogtums Toskana. Bereits 1610 erhielt er das Amt des Komturs in Würzburg. Zugleich stand er im Dienst Erzherzog Maximilians III. von Österreich, dessen Kämmerer er bis zu dessen Tod im Jahr 1618 war. Im selben Jahr übernahm er die Kommende Donauwörth, die er bis 1627 leitete, und trat anschließend als Kämmerer in den Dienst Erzherzog Karls von Österreich.

Im Jahr 1625 erhob ihn Kaiser Ferdinand II. zum kaiserlichen Kämmerer und verlieh ihm den Titel „Wohlgeboren“. Später wurde Adam Komtur von Heilbronn und bekleidete seit 1635 das Amt des Ratsgebietigers der Ballei Franken.

Im selben Jahr errichtete er in Hall in Tirol sein Testament. Darin vermachte er 6.000 Gulden dem königlichen Damenstift in Hall in Tirol sowie 2.000 Gulden dem Klarissenkloster in Brixen, dessen Äbtissin seine Schwester Katharina von Wolkenstein war.

Die letzte bekannte urkundliche Erwähnung Adams stammt aus dem Jahr 1635, als er als Komtur des Deutschen Ordenshauses in Heilbronn genannt wird.

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